I love Patchwork ...

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... naja zumindest, wenn ich die genähten Träumchen einiger Damen begutachte, die scheinbar mühelos Farben und Muster zu kombinieren scheinen. Einfach wunderbar schön♥

Für mich verwandelte sich dieses Kleid aber von einer Traumvorstellung hin zum Nähalptraum und wieder zurück.

Fangen wir am besten ganz von vorne an:

Für die Auswahl der Stoffe habe ich schon eine gefühlte Ewigkeit gebraucht. Nachdem ich das Arbeitszimmer innerhalb von Minuten zu einem Stoffchaos-Messi-Raum verwandelt habe, dutzende Stoffe aus dem Regal gezerrt, nebeneinander gelegt, auf den Vielleicht-, Auf-keinen-Fall- oder den Unbedingt-Haufen verteilt habe, mich dann doch noch zig Mal umentschieden, die Stapel neu sortiert und letztendlich völlig überfordert ins Bett gegangen bin, war ich schon das erste Mal leicht demotiviert.

Fing ja gut an! Das kann doch nicht so schwierig sein, ein paar Stoffe zu finden, die zusammen ein stimmiges Bild abgeben.

Letztendlich war aber das Vertagen der Entscheidung auf den nächsten Morgen die richtige Wahl. Beim nächsten Gang in die Stoffhöhle war ich mir relativ schnell sicher: Die oder keine!
Zart, pastellig und frühlingshaft. So sollte mein Traum von einem Patchworkkleid sein.





Aber dieser Start hätte mich ahnen lassen sollen, dass irgendwie der Wurm drin ist.
Dieses Nähprojekt ließ mich noch mehrmals wütend, gefrustet und genervt zugleich sein.

Wütend ... auf mich selber, nicht konzentriert bei der Sache zu sein
Gefrustet ... weil scheinbar nichts so gelingen wollte, wie ich es mir vorgestellt hatte
Genervt ... weil zwischendrin auch noch die Technik versagte

Für mich wurde das Kleid echt ein Näh-Alptraum.

Von einem völlig verkorksten Rückenteil (selbst schuld wenn man versucht ein kleinen Ausschnitt in Tropfenform zu basteln), dreimal aufgetrenntem Halsausschnitt, unauffindbaren Schrauben für den Bandeinfasser, einer Ovi die den Stoff des Oberteils durchlöcherte, bishin zur abgebrochenen Nadel und verrutschtem Framilon beim Kräuseln ... so ziemlich alles dabei, was einem ordentlich den Spaß verderben kann.

Mehr als einmal wollte ich das Teil in die Ecke feuern und es sein lassen.
Vielleicht bin ich einfach nicht zum Patchen geboren.

Aber ich wollte es unbedingt. Nicht nur für mich. Auch hatte ich meiner lieben Sandra von Mitosa-Kreativ versprochen, ein Designbeispiel für ihr erstes Ebook zu nähen. Und das war für mich Ehrensache. Enttäuschen wollte ich sie auf keinen Fall. Und mich auch nicht.
Und spätestens da kommt ja dann doch immer das kleine Männchen Namens "Ehrgeiz" zum Flüstern auf die Schulter geklettert. "Mach weiter! Jetzt zieh das auch durch. So schwer kann das doch nicht sein"

Also hab ich mich von diesem kleinen Kerl breitquatschen lassen und das Kleid wirklich zu Ende genäht.




Und ich bin stolz. Denn letztendlich ist es wirklich mein persönliches Patchwork-Traumkleid geworden.  ♥  Und hier kommt eine ganze Bilderflut ...
 












 
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